Kränkeln


Ich bin am kränkeln. Das bedeutet, ich bin krank.
Ich weiß, das ist mal was ganz neues. 😀
Aber ich bin jetzt so richtig normal krank. So normal, dass ich mich sogar freuen würde – wenn es mir nicht so schlecht ginge.

In der letzten Woche habe ich mich mit allerlei Schmerzen rumgequält. Darmschmerzen durch Essen, Aufstauen, Entzündung, Blasenschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen. Und das nicht zu wenig.
Zusätzliche Erkältugssymptome haben mir noch gefehlt. Und schwupps, da sind sie!

Heute war ich wieder im Krankenhaus, eigentlich nur kurz zur „Astrup“ Kontrolle. Das ist eine kleine Blutentnahme durch einen Pieks in den Finger. Im Schnellverfahren wird so der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin), Elektolyte usw. bestimmt.

Weil es mir in der vergangenen Woche aber nicht so berauschend ging, wurde doch eine große BE* gemacht. Und da ich laut Arzt „sehr käsig“ aussehe, gab’s auch noch ne 500€ Infusion (Eisen i.v.*). Anschießend wollte er mir noch einen Liter Infusion reinjagen, weil ich wohl auch dehydriert aussah und Volumenmangel hatte. Ich hab mich dann aber mit ihm geeinigt, dass ich das Zuhause mache, sonst hätte ich noch 2 Stunden länger da bleiben müssen. Dann liege ich doch lieber 2 Stunden in meinem eigenen Bett. :- )
War jedenfalls wieder sehr abenteuerlich, eine Vene zu finden, die punktierbar war. Aus dem Brovi darf kein Blut abgenommen werden – Infektionsgefahr blablabla.

Zum Glück habe ich ein Mädchen in der Ambulanz getroffen, die ich aus der Onkostation kenne und mit der ich mich sehr gut verstehe. Sie ist so alt wie ich und die Ärztin hat ihre BE extra bei mir in der Tagesklinik auf dem Sofa gemacht. :- ) So verging die Zeit, in der meine Infusion lief, etwas schneller.

Jetzt gerade liege ich Zuhause im Bett und lasse mir den Liter Infusion reinlaufen. Ich war vorhin auch noch in der Apotheke, um meine Rezepte abzugeben, und da hab ich mir auch direkt normale!!! ( 😀 ) Medikamente geholt. Jetzt stehen auf meinem Nachtisch nicht nur Prednison (Cortison), Pantozol (für den Magen), Ondansetron (Übelkeit), Nystatin, Pimafucin (Antimykotika) Biotin (Vitamin h für die kaputten Haare), Preiselsan (für die Nieren), Novalgin, Buscopan, Tramal (Schmerzen), sondern auch so Krimskrams wie Meditonsin, Halsschmerztabletten, Nasenspray, Schleimlöser,… . Jedes Mal, wenn ich mir meine Medizin anschaue, denke ich mir heeey ich könnte eine Apotheke eröffnen!

Jetzt im Moment denke ich aber, dass ich nun auch besser aufhöre zu schreiben und ruhe mich weiter aus. Ich kann nämlich gerade keine Körperregion nennen, die nicht schmerzt und meine Müdigkeit ist noch viel stärker als sonst. Mal ganz abgesehen von meinem heutigen Ausgflug, der mich noch zusätzlich erschöpft hat.

Ich hoffe euch geht’s gut und ansonsten denkt immer dran:

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Es ist nur ein schlechter Tag. Kein schlechtes Leben!

______________________________
* BE = Blutentnahme
* i.v. = intravenös („in die Vene“)

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Über Überlebenskünstlerin

20 jährige Bloggerin, die über ihr Leben mit Colitis ulcerosa und Autoimmunhepatitis bloggt.
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3 Antworten zu Kränkeln

  1. Rosemarie Laps schreibt:

    Hallo liebe Pia,
    du suchst dir wieder Abenteuer und Abwechslung, ohne Krankenhaus und Medikamente geht ja garnichts. Ich war froh wieder von dir gelesen zu haben. Klar das du auch Pausen brauchst und nicht in einer Tour schreiben kannst, aber irgendwie machst du einen ständig neugierig. man will es lesen.
    Du könntest ja schon ein Buch schreiben mit allem was du so erlebst und durch lebst. ich ziehe den Hut vor dir und bewundere dich über deine Ehrlichkeit, Humor und auch wie du alles so schaffst. Sicher sieht es manchmal in einem ganz anders aus als man es preisgeben möchte.
    Wünsche dir weiterhin alles alles Liebe, gute Besserung und ein baldiges normales Leben.
    Alles Liebe
    Rosi
    und grüße auch bitte deine Mama und Guido

  2. Hendrik schreibt:

    Jedem Post von dir lese Ich mit Begeisterung, obwohl es immer um Krankheit geht…

    Bei den Medis kann Ich fast mit halten, #ich habe Prednison (Cortison), Pantozol (für den Magen), Ondansetron (Übelkeit), Novalgin, Buscopan, Tramal (Schmerzen), sondern auch so Krimskrams wie Meditonsin, Halsschmerztabletten, Nasenspray, Schleimlöser,…

    Alles Liebe und Gute
    wünscht dir
    Hendrik

  3. karin walthert schreibt:

    Antinormalovirus tipps: die mir immer helfen rezept, gegen halsschmerzen gurgle mit salbeitee und ab und zu den salbeitee trinken, bei extrem aua alle 2h. Für flüssigkeit frische minze,ingwer frisch stücke abschneiden, apfelteebeutel geschmack variabel wählbar sonst koller durch zuviel ewig gleichen geschmack. 2liter heissem wasser aufgiessen. Und gegen nebenhohlen aua salz in ne kl pfanne geben 2kamillenteebeutel, 1 salbeiteebeutel 1tuch heisses wasser vorher mit etwas kaltem wasser alles auflösen danach heisses wasser dämpfen. Weil das otto normal zeug nix hilft bei mir ach ja nasenspray max 1woche verwenden und nur bei bedarf. Die tees sind in apotheken erhältlich. Gute besserung mfg kw

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