Verspäteter Artikel


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Hallo meine Lieben.
Der Spruch auf dem Bild lässt schon vermuten wie es aktuell bei mir aussieht. Es hat sich eigentlich nicht viel geändert, außer dass ich noch gefühlte 10x den Port dicht hatte.
An dieser Stelle möchte ich ganz ausdrücklich sagen:

Liebe Frauen,
bitte besteht darauf, dass euer Port (sofern ihr einen braucht) möglichst weit oben implantiert wird!
Meiner liegt, wie schon öfters erwähnt, ziiiiemlich blöd im Brustgewebe bzw. Brustnah und ich habe deshalb nur Probleme.

Sobald ich zunehme oder mich in irgendeiner Weise ungünstig bewege, hebelt sich die Nadel raus (und das obwohl ich bereits eine 32er Nadel liegen habe, die definitiv nicht zu kurz ist!

Ich habe heute mal wieder 3 Stunden in der Ambulanz verbringen dürfen, obwohl ich nur um 13 Uhr „kurz“ einen Termin hatte.
Außerdem klappt es ja leider mit dem Essen noch nicht so wie es sein soll. Wir sind uns noch nicht ganz sicher, wie wir weiter vorgehen wollen. Eventuell wird mir eine PEG gelegt, damit ich hoffentlich langsam von der Parenteralen wegkomme.

Ich wäre froh, wenn ich ihn nicht mehr so oft benutzen müsste. Es ist auf Dauer wirklich ätzend Zuhause so steril und genau arbeiten zu müssen und ständig etwas Angst vor einer Sepsis zu haben. Selbst am Wochenende muss ich sofort aufstehen sobald die Pumpe alarmiert. Da ist nichts mehr mit „nur noch 5 Minuten liegen bleiben“. Und man muss sofort hellwach sein, da man ja wieder steril arbeiten muss und es darf kein Fehler unterlaufen, ansonsten spielt man mit seinem Leben.

Meine Haut rund um den Port ist entzündlich, krustig und sie schmerzt und es wird jedes Mal drauf rumgedrückt, um eine weitere Nadel durch die gereizte Haut zu stechen. Ich muss mindestens 1x wöchentlich ins Krankenhaus kommen und es geht von vorne los. Ich darf nicht baden und nicht schwimmen. Selbst beim Duschen muss ich aufpassen, dass der Port nicht mit dem Wasser und Schaum in Kontakt kommt. Mir würden noch viele weitere Argumente einfallen, wieso ein Port auf Dauer nicht so toll ist. Aber ich bin auch wirklich froh, dass ich einen dauerhaften zentralen Venenzugang habe, denn sonst wäre ich ganz sicher schon einige Male zusätzlich in der Notaufnahme gelandet!

Es wäre nur so erleichternd, wenn ich die Infusionen nicht mehr jeden Tag anhängen müsste, meine Haut nicht mehr so sehr schmerzen würde und ich nicht andauernd ins Krankenhaus gehen müsste, um den Port dann neu anstechen zu lassen, damit ich nach 2 Tagen wieder herkommen kann, weil er sich schon wieder nicht spülen lässt.

Wie ihr wahrscheinlich schon längst festgestellt habt, ist dieser Artikel nicht mehr aktuell. Ich bin gerade durch Zufall drauf gestoßen und erst dann ist mir aufgefallen, dass ich ihn nie zu Ende geschrieben und veröffentlicht habe.
Als hätte ich das mit der Sepsis geahnt…

Naja, was soll’s. Lieber spät als nie! :- )

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Über Überlebenskünstlerin

20 jährige Bloggerin, die über ihr Leben mit Colitis ulcerosa und Autoimmunhepatitis bloggt.
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