Oh Tannenbaum


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Heute ist der 3. Advent und ich bin mittlerweile aus der Reha aus- und ins Krankenhaus eingezogen.
Es ist wirklich unglaublich, wie viel Kram sich in ein paar Wochen ansammelt! Mit 2 Koffern hin und mit 2 Koffern und 20 Taschen und Tüten wieder zurück. 😀

Als erstes habe ich hier einen jungen PJ’ler (Arzt im praktischen Jahr) ordentlich ins Schwitzen gebracht. Die Blutentnahme ist natürlich erfolgreich gescheitert. Er war sowieso ziemlich nervös und hat die Hälfte der Materialien vergessen. Ich bin zum Glück eine geduldige Patientin und habe ihn mal machen lassen, ohne dramatische „Ahh“ und „Oh“-Laute von mir zu geben, wie es die meisten Patienten tun.
Liebe Patienten, das geschulte Personal punktiert ihre Vene nur mit einer winzigen Nadel, um Ihnen helfen zu können; nicht etwa, weil es ihnen Spaß bereitet. Reißen sie sich also bitte für ein paar Sekunden zusammen und geben Sie keine Laute von sich, als würde man Ihnen den Arm amputieren. Das wäre für alle Beteiligten angenehmer. Danke.
Der Arme ist sowieso total rot angelaufen und war ziemlich zittrig. Erst als meine Hand immer dicker und dicker wurde und das Blut in alle möglichen Richtungen unter der Haut floss, jedoch nicht ins Röhrchen, da habe ich ihn dann mal darauf hingewiesen, dass es jetzt an der Zeit wäre, die Nadel zu ziehen. Man muss fairerweise aber auch sagen, dass meine Venen nicht gerade ihre Spendierhosen anhatten. Armer PJ’ler. (Und das meine ich mal ausnahmsweise nicht ironisch.)

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Themenwechsel.
Sobald viele Infusionen und Pumpen einen Infusionsständer schmücken, wird er vom Personal als Tannenbaum bezeichnet. Nun kann ich endlich mal behaupten, dass es wirklich ein Tannenbaum ist. 😀 An Heiligabend werde ich meinen ganz persönlichen Baum noch schöner behängen. Da lasse ich mir etwas schönes einfallen!

Was ich sonst noch so zu erzählen habe: morgen ist es endlich so weit. Mein Bauch hat morgen wieder Tag der offenen Tür, Zutritt jedoch nur für Chirurgen und prolabierte Dünndärme! 😀
Ich werde mich also höchst wahrscheinlich die nächsten Tage nicht melden können, je nachdem wie gut es mir gehen wird. Bleiben wir mal schön positiv.

Das war’s erst einmal von mir – Kopf hoch, Brust raus, Bauch rein lautet das Motto!

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Über Überlebenskünstlerin

20 jährige Bloggerin, die über ihr Leben mit Colitis ulcerosa und Autoimmunhepatitis bloggt.
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2 Antworten zu Oh Tannenbaum

  1. Peter Kirschke schreibt:

    Liebe Pia, ich wünsche Dir für die heutige Op alles Gute und drücke Dir die Daumen 🙂 lovely greetings. ..to you! !! Peter 😉

  2. Sabrina schreibt:

    Pia, ich bewundere dich immer wieder für deine Art und Weise wie du deine Artikel und Berichte schreibst. Es kann alles noch so schlecht sein, aber du schaffst es trotzdem noch so zu schreiben und rüberzubringen, dass man sich ein leichtes schmunzeln nicht verkneifen kann 😉

    Du bist die stärkste junge Frau die ich kenne, behalte deine positive Einstellung immer bei und dein Motto „Kopf hoch, Brust raus, Bauch rein“ finde ich super ❤

    Ganz herzliche Grüße
    Sabrina B.

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